David oder Goliath? Israel hat nach dem Libanonkrieg ein Abschreckungsproblem

Die jüngste Libanon-Kampagne der israelischen Armee, der gegenwärtigen Stimmung gehorchend euphemistisch „Konflikt” anstatt „Krieg” genannt, hat auf strategischer Ebene die Hisbollah mehr gestärkt als geschwächt und damit das genaue Gegenteil dessen erreicht, was man ursprünglich beabsichtigt hatte. Und man muss die Frage stellen: Wer ist in der Region David, wer Goliath? Ist Israel gegenüber der Terrororganisation noch stark wie Goliath? Hat die militärisch bislang unterlegene Hisbollah immer noch die Davidsrolle eingenommen, oder ist sie schon zu einem Goliath herangewachsen?

Um diese Fragen zu beantworten, muss man diesen Krieg und seinen unmittelbaren Ausgang auf mindestens zwei Ebenen betrachten: der militärisch-taktischen und der politisch-strategischen Ebene.

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Autor des Textes ist Hajo Lippke. Die Studie erscheint in der Reihe Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik (Nr. 21, November 2006).

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