Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik Nr. 4: Die Krise um den Irak und die internationale Ordnung
Handeln die USA und Großbritannien im Falle des Iraks konsequent im Sinne einer internationalen Ordnung oder verfolgen sie egoistische und vor allem von Erdölinteressen getriebene Ziele?
Die derzeitige Debatte um die Irak-Krise ist in ihrem Kern eine Debatte über die internationale Ordnung, berufen sich doch sowohl die USA wie ihre Kritiker darauf, dass diese zu schützen sei (im einen Fall vor Saddam Hussein, im anderen Fall vor der Bush-Administration). Die folgende Kurzanalyse versucht dieser Frage nachzugehen, indem sie in einem ersten Teil darlegt, was „internationale Ordnung“ ist und was die Bush-Administration damit meint, wenn sie vorgibt, für die internationale Ordnung zu handeln. Im zweiten Teil wird die von der Bush-Administration angeführte internationale Ordnung der kollektiven Sicherheit dargestellt und daraufhin untersucht, ob die Politik der USA sowie die anderer Mächte gegenüber dem Irak konsequent im Sinne dieser Ordnung ist. Im dritten Teil wird die Frage aufgeworfen, ob nicht andere, egoistische Ziele die amerikanische Politik anleiten, wie Erdöl oder Weltherrschaft. Im abschließenden vierten Teil werden die Konsequenzen für die transatlantische Partnerschaft aufgezeigt und auch die Rolle Frankreichs und Deutschlands thematisiert, die sich derzeit als politische Herausforderer der US-Politik begreifen.
