Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik

Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik Nr. 29: Neustart oder Status-Quo? Zum neuen russisch-amerikanischen Abkommen über die Begrenzung strategischer Waffen

Zusammenfassung:

Der am 8. April 2010 unter großer internationaler Anteilnahme un-terzeichnete „New START“ Vertrag zwischen den USA und Russland wird als Neubeginn der Abrüstungsdiplomatie und als bedeutender Schritt zur Umsetzung der Vision Präsident Obamas von einer kernwaffenfreien Welt hingestellt. Unter anderem wird dabei behauptet, dass dieser Vertrag die beiden Atomwaffenmächte zu einer Reduzierung ihrer strategischen Arsenale um etwa ein Drittel verpflichte. Die vorliegende Analyse kommt zu dem Schluss, dass der Vertrag kaum Verpflichtungen für Abrüstungsmaßnahmen beinhaltet, die über das hinausgehen, was bisher einseitig vorgenommen oder im Rahmen des SORT-Abkommens von 2002 vereinbart worden war. Das Abkommen ist durch und durch konventioneller Natur, es kodifiziert den Status quo und lässt aufgrund der Zählregeln höhere Bestände an strategischen Atomwaffen zu als nach dem Abkommen von 2002 möglich war (wenngleich es im Vergleich zu diesem bessere Überprüfungsmöglichkeiten hat).

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Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik Nr. 28: NATO Accession Conditionality for Post-Socialist Institutional Change – From Cross-Country Evidence to the Case of Macedonia*

Since the collapse of the Warsaw Pact and the Soviet Unio.n, western international organisations actively engaged in institutional change in post-socialist countries (Barany, 2004; Schimmelfennig, 2005a,b; Smith, 2001).2 As exemplified by the rapidly expanding Europeanisation (read: EUisation) literature, both the academic and the public debates were strongly biased towards analysing the EU‟s strong accession conditionality effects (Schimmelfennig, 2007; Schimmelfennig & Scholtz, 2008). However, it is weakening rapidly due to the growing enlargement fatigue among EU member countries. The lack of an EU membership perspective as well as the priority of other than trade issues, implies that the transformative power of the EU is rather weak in its neighbourhood (Gawrich, Melnykovska & Schweickert, 2009; Pop-Eleches, 2007; Schimmelfennig & Sedelmeier, 2005).
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Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik Nr. 27: Theoretische und methodische Grundlagen zur Analyse von Energie und Energiesicherheitspolitik

Energiepolitik und Energiesicherheit haben als Themen der Politikwissenschaft zunehmend an Beachtung gewonnen. Dabei verschob sich das Interesse von eher technischen Analysen – etwa den Schwierigkeiten des postsowjetischen Energiesektors (vgl. etwa Clement 1992; Kovalchuk 1992; Heynitz 1992) - zu einer seit der Jahrtausendwende stark von Sicherheitsfragen geprägten Debatte in der Teildisziplin Internationale Beziehungen (vgl. Barnes / Myers Jaffe 2006; Varwick 2008).
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