Willkommen beim ISPK

Der Sinn und Zweck von Sicherheitspolitik wurde nach dem Ende des Kalten Krieges in Deutschland vielfach hinterfragt. Insbesondere der Blick auf das stabile sicherheitspolitische Umfeld der Bundesrepublik, das sich durch die guten Beziehungen Deutschlands zu seinen Nachbarstaaten – allesamt solide Demokratien – auszeichnete, schien ein bedrohungsfreies Zukunftsszenario und damit ein risikofreies Einstreichen der Friedensdividende zuzulassen. Verschiedene Ereignisse der vergangenen Jahre haben jedoch das allgemeine Bewusstsein dafür geschärft, dass eine Vielzahl an neuartigen sicherheitspolitischen Herausforderungen entstanden ist, die auch Deutschland direkt betreffen. Hierzu zählen die Besetzung und spätere Befreiung Kuwaits, die Kriege im früheren Jugoslawien, das Fortbestehen gewalttätiger Konflikte in zahlreichen Regionen der Welt, die zunehmende Proliferation von Massenvernichtungswaffen sowie Raketen und nicht zuletzt die terroristischen Anschläge in den USA, Madrid und London, der Afghanistan- sowie der Irakkrieg. Angesichts der hohen Komplexität dieser sicherheitspolitischen Herausforderungen und der wachsenden Verantwortung, die die Bundesrepublik Deutschland als internationaler Akteur in den vergangenen Jahren übernommen hat, ist die seriöse wissenschaftliche Analyse derartiger Probleme eine unbedingte Notwendigkeit. Diese Aufgabe, die insbesondere im Entwickeln geeigneter Antworten auf die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen besteht, kann nur im internationalen Zusammenwirken mit anderen Institutionen und Wissenschaftlern auf optimale Weise gemeistert werden. Das Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) hat sich das Ziel gesetzt, an dieser Aufgabe mitzuwirken.